Immer ärgerlich: Baustellen in der Stadt. Unser Investment Strabag AG jedoch verdient gut daran.

Unsere Strategie

"Strategische Flexibilität"
 
Der Oldenburger Aktienclub hat den Vorteil gegenüber spezialisierten Investmentfonds, sein Depot stets flexibel managen zu können – und diesen Vorteil nutzen wir. Die Investments können der jeweiligen, aktuellen Markteinschätzung folgend vorgenommen werden. Das Depot ist nicht an bestimmte Märkte und Modetrends gebunden, auch bestehen keine Vorgaben hinsichtlich zu haltender Liquidität. Kriterien für unsere Investments sind i.d.R. folgende:
 

1. Attraktive Bewertung

Bei der Auswahl der Einzelwerte analysieren wir die Unternehmen nach
qualitativen Kriterien. Für das OLAC Gemeinschaftsdepot werden schwerpunktmäßig Unternehmen ausgewählt, die über einen niedrigen Börsenwert in Relation zu ihrem Eigenkapital und über eine überdurchschnittliche Dividendenrendite verfügen. Gerade hierzulande gibt es einige Perlen im Bereich der Nebenwerte (Mid Caps) wie z.B. Fuchs Petrolup oder die Baywa AG, für die wir auch zukünftig eine positive Entwicklung erwarten.
 

2. Zukunftsbranchen

Die wichtigsten Kennzahlen sind hierbei für uns das Bevölkerungswachstum, die Ressourcenverknappung, der Klimawandel und ein sich veränderndes Konsumverhalten. So werden die knapper werdenden Rohstoffe unserer Meinung nach an der Börse ein großes Thema bleiben. Aus diesem Grund sind wir in aussichtsreichen weltweit tätigen Rohstofftiteln wie Rio Tinto investiert. Auch die sauberen Technologien aus dem Sektor Energieeffizienz haben sich zu einer globalen Schlüsselindustrie mit bedeutendem Wachstumspotenzial entwickelt. Daher befindet sich der Marktführer Royal Imtech aus den Niederlanden in unserem Depot.
 

3. Aufspaltungs- oder Übernahme-Phantasien

Wenn Pläne bekannt werden, dass Unternehmen größere Teilbereiche ein- oder ausgliedern wollen (was in der Regel durch Kauf, Verkauf oder Börsengang erfolgt) berechnen wir, ob die einzelnen Bereiche des Unternehmens einer Unter- oder Überbewertung entsprechen. Derzeit liegt unserer Meinung nach eine Unterbewertung bei der Porsche-Aktie im Zuge der Eingliederung in den Volkswagenkonzern vor. Besonders im Blick haben wir auch Unternehmen, bei denen wir die Wahrscheinlichkeit einer Übernahme für relativ hoch halten. So hatten wir in der Vergangenheit sehr frühzeitig in die Vorzugsaktien von MAN investiert, da wir den Titel nach der Mehrheitserlangung durch Volkswagen für unterbewertet hielten.


4. Stockpicking
 
Im Fokus haben wir Konzerne, die konstant über viele Jahre hinweg mehr Gewinn – unabhängig von Region und Konjunktur erwirtschaften. Wir suchen nach Unternehmen, die Marken vertreiben, die vom Verbraucher gekauft werden, selbst wenn Konkurrenzprodukte billiger zu haben sind. Wie z.B. der weltgrößte Lebensmittelhersteller Nestlé, der von Kaffee über Babybrei und Schokoriegel Produkte des täglichen Bedarfs herstellt, die aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken sind. Die Schweizer sind mächtig genug, um sogar in Krisenzeiten ihre Marktanteile gegenüber den Wettbewerbern auszubauen.
 

5. Defensive Derivate

Grundsätzlich halten wir es für sinnvoll, nicht in jeder Börsensituation vollständig investiert zu sein. Der Verbleib der Barreserve auf einem Geldmarktkonto oder ähnlichem erscheint uns auch bei höheren Zinsniveaus meist unattraktiv. Wir sind daher bestrebt, Kapital, welches wir nicht zum Direktinvestment in Einzelaktien vorgesehen haben und als Barreserve ansehen, in tief im Geld liegende Discountzertifikate, defensive Optionsscheine oder sonstige Derivate zu investieren, um mit dieser Position eine höhere Rendite zu erwirtschaften als einer vergleichbaren Festgeldrendite.
 
 
6. Wandlung von Vorzugsaktien

Mittlerweile sind auch in Deutschland Vorzugsaktien fast vollständig vom Markt verschwunden. Um die Besitzer von Vorzugsaktien zum Umtausch in Stammaktien zu bewegen, wird in der Regel ein sehr attraktives Umtauschangebot gemacht, bei denen die Zuzahlung zur Wandlung in die preislich höhere Aktiengattung oft deutlich geringer ausfällt, als die Kursdifferenz an der Börse. Mit den Vorzugsaktien des Dialysetechnik Unternehmens Fresenius Medical Care haben wir solch einen Kadidaten im Depot.